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  • Weihnachten in Brasilien

    Weihnachten in Brasilien

    Während in Österreich zu Weihnachten die meisten auf Schnee hoffen, herrscht auf der Südhalbkugel Hochsommer. Dementsprechend tauschen wir den Christbaum gegen Palmen und den Glühwein gegen Caipirinha ein und nehmen euch mit auf eine Reise zu einem ganz anderen Weihachtsfest.

    Darf in Brasilien nie fehlen – Açai

    Wie auch in Österreich kommt in der Zeit um Weihnachten die ganze Familie zusammen, um gemeinsam zu feiern. Wenn, wie in unserem Fall, die Familie auf die unterschiedlichsten Regionen Brasiliens verteilt ist, bedeutet das oft stundenlange Reisen mit Bus oder Auto. Hat niemand genügend Betten für die ganze Verwandtschaft, gibt es zwei Optionen. Entweder es wird ein Ferienhaus gemietet, oder man funktioniert die Schlafzimmer zu Matratzenlagern um 🙂

    Im Haus von Schwager und Schwägerin gibt es nicht nur frische Bananen sondern auch genügend Betten für alle

    Tagsüber sind dann sowieso Aktivitäten angesagt. Während die Menschen in Österreich die Skipisten stürmen, wird in Brasilien geangelt, gegrillt, die Stadt erkundet oder Abkühlung an Pool, See oder Strand gesucht. Diese ist auch dringend notwendig, denn selbst in der Nacht sinken die Temperaturen nicht weit unter 25 Grad Celsius.

    Natürlich gibt es auch eine Krippe

    Ein Highlight ist dann das Abendessen am Heiligen Abend. Den ganzen Tag lang wird gekocht, nach Einbruch der Dunkelheit wird dann geschlemmt. Bei einigen Familien muss man sich sogar bis Mitternacht mit dem Essen gedulden – nicht leicht bei dem herrlichen Geruch.

    Am Heiligen Abend wird reichlich aufgetischt

    Am Christtag geht es dann Abends zu einem Krippenspiel. Dieses fällt, im Vergleich zu daheim, monumental aus. Auf einer riesigen Bühne wird gesungen, getanzt und geturnt – wie in einem Musical.

    Impression vom Krippenspiel

    Mit Weihnachten geht in Brasilien auch der Start der „Sommerferien“ einher. Daher hat es auch niemand eilig, wieder in den Arbeitsalltag zurückzukommen. Wir verbringen die nächsten Tage mit Strandbesuchen, einem Abstecher in die Stadt um Souvenirs einzukaufen und natürlich jede Menge Churrasco.

    Churrasco darf natürlich nicht fehlen

    Der Abschluss unserer Reise führt uns nach Rio de Janeiro. Dort feiern wir, gemeinsam mit Millionen anderen Menschen, direkt am Strand Silvester. Traditionell sind die meisten Besucher, so auch wir, ganz in weiß gekleidet. Um Mitternacht folgt dann das größte Feuerwerk, das ich je in meinem Leben gesehen habe. Rund fünfzehn Minuten lang erstrahlt der Nachthimmel in bunten Farben. Gezündet wird das Feuerwerk von Plattformen aus, die vor der Copacabana im Meer treiben. Als das Spektakel vorbei ist geht es ab zum Wasser. Denn wer dort am Strand über sieben Wellen hüpft, dem Winken im neuen Jahr Glück und Segen.

    Leider haben an diesem Tag aber auch Taschendiebe Hochsaison, weshalb wir ohne Smartphone und Kamera unterwegs sind. Anstelle eines Fotos direkt vom Strand hab ich euch eine Luftaufnahme herausgesucht. Am besten ist aber, ihr gebt euch dieses Spektakel irgendwann einmal live vor Ort 😉

    Das Feuerwerk. Foto: Prefeitura Rio/Gabriel Monteiro/Riotur

  • Barcelona – més que una ciutat

    Barcelona – més que una ciutat

    Das Barcelona zu den beliebtesten Tourismuszielen der Welt gehört ist nicht verwunderlich. Die Stadt hat für jeden etwas zu bieten. Kunst und Kultur, sonnige Sandstrände, tolle Restaurants, ausgiebiges Nachtleben und natürlich Fußball der Extraklasse. Dazu das ganzjährig angenehme Wetter und fertig ist die perfekte Urlaubsdestination.

    Wir waren Mitte September für einige Tage in Barcelona um noch einmal Sonne zu tanken. Von unserem Hotel aus, nur wenige Meter vom Plaça de Catalunya entfernt, haben wir die Stadt vier Tage lang erkundet. Unsere erste Station war dabei La Rambla, die uns zum Mercat de la Boqueria geführt hat. In dieser Markthalle findet man Köstlichkeiten aus Katalonien und ganz Spanien sowie jede Menge frisches Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Gestärkt mit Rohschinken, Empanadas und Fruchtsaft ging es weiter in die Altstadt Barcelonas – das Barri Gòtic.

    Ein Marktstand im Mercat de la Boqueria

    Die verwinkelten Gassen dieses Stadtteils laden zum erkunden ein. Zwar sind die Hauptstraßen im gotischen Viertel mit Touristen-Shops zugepflastert, etwas abseits findet man aber tolle Bars. Schließlich führte uns unser Weg auch an der Kathedrale von Barcelona – nicht zu verwechseln mit der Sagrada Família – vorbei.

    Der Besuch der weltberühmten Basilika stand für den nächsten Tag auf dem Programm. Zuvor machten wir noch einen kurzen Abstecher im Stadtteil Poblenou. Dort fand an diesem Wochenende die Fiesta Mayor statt. Bei diesem Straßenfest wird die traditionelle katalonische Kultur zelebriert. Wir finden uns inmitten von mehreren Gruppen, die mit Trommeln und Tanz für Stimmung sorgen. Natürlich kommt auch die Kulinarik nicht zu kurz.

    Die Fiesta Mayor

    Dann war es endlich Zeit für den Besuch der Sagrada Família. Wir hatten unseren Zeitslot bereits einige Tage zuvor gebucht – inklusive Besuch auf der Passionsfassade. Während die Basilika, mit ihren vielen Türmen, von außen bereits fantastisch aussieht, breitet sich beim Betreten eine Gänsehaut am ganzen Körper aus. Wie Baumstämme wachsen die Säulen des Hauptschiffes in den Himmel. Durch die bunten Fenster wird alles in warmes, tanzendes Licht gehüllt.

    Eine Fassade der Sagrada Familia

    Dann geht es hoch hinaus, auf die Türme der Basilika. Hier gibt es aktuell zwei Seiten, die Geburtsfassade und die Passionsfassade. Die dritte Fassade, Glorienfassade genannt, befindet sich aktuell noch im Bau. Von oben bietet sich ein fantastischer Ausblick über Barcelona. Platzangst sollte man allerdings keine haben, führt der Weg hinab doch durch enge Gänge und Stiegen.

    Der Ausblick von der Sagrada Familia

    Gilt die Sagrada Família gemeinhin als Magnum Opus von Antoni Gaudí, so hat der geniale katalonische Architekt, der bei einem Unfall mit einer Straßenbahn ums Leben kam, der Stadt mit weiteren Bauten seinen Stempel aufgedrückt. Eine davon ist der Park Güell, den wir am folgenden Tag erkundet haben. Die von der Natur inspirierten Steinbauten gliedern sich schmiegsam in die Landschaft, von einigen Aussichtspunkten hat man einen wunderbaren Überblick von Barcelona. Ein Highlight ist auch der Bereich um den Haupteingang, wo mit bunten Mosaiksteinen geschmückte Bänke und Türme ein beliebtes Fotomotiv sind.

    Park Guell

    Kulinarisch hat Barcelona für jeden Geschmack etwas zu bieten. Von einfachen Kneipen, die hauptsächlich von Einheimischen besucht werden, über edle Fisch- und Steakrestaurants bis hin zu coolen Rooftop-Bars haben wir uns durch die Stadt gekostet.

    Beef Tartar einmal anders

    Und auch an den Stränden herrscht Mitte September noch reger Betrieb. Zwar sind die Urlaubermassen, die ihre Sommerferien hier verbringen, abgereist, dafür trifft man wieder mehr Einheimische an. Die Sonne hat auch noch einiges an Kraft, sodass sich hier einige sonnige Stunden verbringen lassen.

    Strand von Bogatell

    Somit endet unser kurzer Ausflug nach Barcelona auch schon wieder, aber ein ist sicher. Es war nicht das letzte Mal, das wir dieser Stadt einen Besuch abgestattet haben.

  • Der wilde Berg

    Der wilde Berg

    Einen Tierpark der anderen Art gibt es in Mautern zu entdecken. Hier, am wilden Berg, findet man vor allem in den Alpen heimische Tierarten, denen man im Wald sonst eher selten begegnet. Wer möchte, kann zum auf knapp 1.100 Metern gelegenen Alpentierpark hinaufwandern – alternativ gibt’s auch einen Sessellift sowie einen Shuttlebus.

    Per Sessellift geht es auf den Berg

    Oben angekommen erwartet einen ein gemütlicher Spaziergang auf befestigten Wegen. Vorbei geht es an Raubtieren wie Füchsen, Wölfen, Luchsen und Bären. Da sich die Fleischfresser tagsüber gerne etwas verstecken, sind die täglichen Fütterungen ein guter Zeitpunkt um diese auch aus der Nähe zu sehen.

    Waschbären bei der Fütterung

    Gleich in der Nähe der Raubtiere findet man die Greifvögel. Hier gibt es an bestimmten Tagen die Möglichkeit, eine Flugshow zu beobachten. Weiter bergab findet man dann hauptsächlich Pflanzenfresser, wie etwa Gämsen, Hirsche, Esel oder auch Murmeltiere.

    Eine Gams

    Für Kinder gibt es noch einen kleinen Spielpark sowie einen Kinderbauernhof. Zurück ins Tal geht es dann entweder zu Fuß oder Rasant mit einer Sommerrodelbahn oder Mountain-Karts.
    Für alle, die in der Region Schladming-Dachstein Urlaub gemacht haben noch eine gute Nachricht – der Eintritt in den Alpentierpark Mautern ist in der Sommercard inkludiert. Gerade mit Kindern auf jeden Fall einen Besuch wert!

  • Schladming-Ramsau: Nicht nur im Winter einen Besuch wert

    Schladming-Ramsau: Nicht nur im Winter einen Besuch wert

    Denkt man an Schladming, kommt vielen sofort Wintersport in den Sinn. Schifahren, Langlaufen und legendäre Events wie das Night Race verzaubern jedes Jahr unzählige Menschen. Doch auch im Sommer hat die Region am Fuße des Dachsteins einiges zu bieten.

    Wandern auf der Planei
    Wandern auf der Planei

    Wo im Winter die Schiathleten den den Berg runtersausen, lässt sich im Sommer herrlich wandern. Wer es gemütlich mag, kann mit den Gondeln auf den Berg fahren und von dort zu einer Wandertour aufbrechen. Touren gibt es für alle möglichen Konditions-Levels. Auch für die kleinsten ist etwas dabei, wie etwa das Hopsiland auf der Planei oder der Rittisberg.

    Das Hopsiland
    Das Hopsiland

    Wer Abkühlung sucht, findet diese am Ramsau Beach Badesee. Oder man begibt sich in luftige höhen, auf den höchsten Berg der Steiermark. Dort oben am Dachstein, auf knapp 3000 Metern, ist es selbst im Hochsommer angenehm kühl. Für die mutigen geht es zum Skywalk oder über die Hängebrücke zur Treppe ins Nichts. Die Aussicht dabei ist atemberaubend.
    Tipp: Am besten einen Fixplatz für die Gondel auf den Dachstein reservieren, damit man nicht im Tal warten muss.

    Die Hängebrücke am Dachstein
    Die Hängebrücke am Dachstein

    Wem das immer noch zu warm ist, der kann sich im Eispalast abkühlen. Dort, im inneren des Dachstein Gletschers, sorgen aus dem Eis geschnitzte Figuren für staunen. Dazu kommt eine stimmungsvolle Beleuchtung, die hier, sechs Meter unter dem Eis, auch notwendig ist.

    Eine der Figuren im Eispalast
    Eine der Figuren im Eispalast

    Wenn man dann, so wie ich, in Richtung Süden weiterreist, gibt es noch ein weiteres Highlight, bei dem man einen Stopp einlegen sollte. Mehr dazu beim nächsten Mal.

  • Die Zaanse Schans – zwischen Windmühlen und Holzschuhen

    Die Zaanse Schans – zwischen Windmühlen und Holzschuhen

    Unweit von Amsterdam findet man eine kleine Siedlung, in welcher man sich in der Zeit zurück versetzt fühlt. Auf den ersten Blick wirkt der Ort wie ein Freilichtmuseum, doch der Schein trügt. Tatsächlich leben und arbeiten hier in der Zaanse Schans ganz normale Menschen, so wie sie es auch schon vor 150 Jahren getan haben.

    Um von Amsterdam zur Zaanse Schans zu gelangen gibt es mehrere Möglichkeiten. Individuell mit dem Auto, sportlich mit dem Fahrrad oder gemütlich mit Bus und Bahn. Ich bin mit dem Bus angereist, die Linie 391 startet direkt am Hauptbahnhof von Amsterdam und bring mich in rund 40 Minuten ans Ziel.

    Auch Kanäle gibt es hier

    Was mir als erstes auffällt, als ich aus dem Bus steige, ist die flache Landschaft. Was in Amsterdam aufgrund der hohen Gebäude nicht so allgegenwärtig ist, sticht hier sofort ins Auge. So weit das Auge blickt nicht mal ein Hügel in Sicht – selbst das Burgenland wirkt im Vergleich dazu Alpin.

    Windmühlen dürfen natürlich auch nicht fehlen

    Ein Ideales Gelände für Windmühlen, die an diesem sonnigen Tag für eine Postkarten-Idylle sorgen. Ein Spazierweg lädt zum Erkunden ein, wer viel Geduld mitbringt kann sich auch in die Schlange vor den Windmühlen stellen um diese aus der Nähe zu sehen. Dazwischen gibt es einige Gebäude, in denen altes Handwerk vorgestellt wird.

    Auch Käse wird hier produziert

    So zum Beispiel die Käserei, welche das landestypische Milchprodukt herstellt. Neben den traditionellen Käsesorten findet man hier auch ausgefallene Sorten – etwa mit Kokosnuss, Chili oder Pesto. Dann gibt es auch noch einen Schuhmacher, welcher die traditionellen Holländischen Holzschuhe in Handarbeit fertigt.

    Handgefertigte Holzschuhe

    Natürlich gibt es, direkt am Eingang, auch noch eine kleine Kantine und ein Café, bei denen man sich stärken kann. Insgesamt ein netter Halbtagesausflug zurück in das Holland des Jahres 1850.

  • Koningsdag in Amsterdam

    Koningsdag in Amsterdam

    Das Holländer gerne feiern ist in Österreich, nicht erst seitdem jährlich zehntausende von ihnen zum Formel 1 Grand Prix nach Spielberg pilgern, bekannt. Auch aus den Schigebieten sind Touristen aus den Niederlanden nicht wegzudenken. An einem Tag Ende April wird aber zu Hause gefeiert, das ganze Land ist in Orange gehüllt.

    Feiernde Menschen am Dam in Amsterdam

    Grund dafür ist der Geburtstag des Königs Willem-Alexander, welcher am 27. April gefeiert wird. Dieser entstammt der Familie Oranje-Nassau, weshalb so gut wie jeder zumindest ein orangefarbenes Accessoire trägt. Während sonst auf den Straßen Alkoholverbot herrscht ist an diesem Tag kaum jemand ohne ein Bier in der Hand zu sehen.

    Der Königspalast von Amsterdam, heute lebt die königliche Familie aber in Den Haag

    Nicht nur auf den Straßen wird gefeiert, auch die unzähligen Kanäle von Amsterdam sind voll mit Party Booten. Die Feierlichkeiten starten bereits am Abend des 26. Aprils, ab diesem Zeitpunkt ist auch der öffentliche Verkehr in Zentrum von Amsterdam stark eingeschränkt. Nur die Ubahn fährt noch, auf Straßenbahn und Bus wartet man vergeblich.

    Party in den Grachten von Amsterdam

    Doch es wird nicht nur gefeiert, am Königstag ist es den Niederländern auch erlaubt eigene Waren und Snacks steuerfrei zu verkaufen. So entsteht ein riesiger Flohmarkt, der zum shoppen einlädt. Dazwischen findet man jede Menge Streetfoot aus aller Welt um sich für den Party Marathon zu stärken.

    Der Dam

    Für alle Party Tiger oder Menschen die auf die Farbe orange stehn also auf jeden Fall einen Besuch Wert. Doch auch abseits davon gibt’s in Amsterdam einiges zu sehen, da on beim nächsten Mal mehr.

  • Ilha Grande – die große Insel

    Ilha Grande – die große Insel

    An wunderbaren Sandstränden mangelt es Brasilien nicht. Alleine in Rio de Janeiro gibt es mit Copacabana und Ipanema zwei weltberühmte Strände. Rund 160 Kilometer westlich davon liegt Illha Grande – die große Insel – wo 86 weitere Strände zum Entspannen einladen. Kein Wunder also, dass die 193 Quadratkilometer große Insel sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen äußerst beliebt ist.

    Einer der Strände

    Auf die Insel selbst kommt man nur via Boot. Hier gibt es unzählige Optionen, je nachdem von welcher Ortschaft man anreist, wo man auf Ilha Grande nächtigt und wie viel Zeit man auf dem Wasser verbringen möchte. Da wir ein Quartier im Hauptort Vila do Abraão gebucht haben, entscheiden wir uns für ein Schnellboot, welches in Conceiçao de Jacarei ablegt. Etwa 20 Minuten dauert die rund 10 Kilometer lange Überfahrt.

    Befestigte Straßen und Autos gibt es auf der Insel kaum

    Am Hafen von Vila do Abraão angekommen landet man nach wenigen Schritten schon im Getümmel. Es ist Hauptsaison, dementsprechend viele Menschen trifft man in den Straßen. Es gibt Restaurants, Märkte, eine Drogerie sowie einige Boutiquen um Badeausrüstung oder Strandbekleidung zu kaufen. Und natürlich auch eine ganze Menge Tourismusbüros, welche Touren zu den Sehenswürdigkeiten der Insel anbieten. Für uns geht’s aber erst Mal zum check-in und danach zum Wasser kaufen. Leitungswasser sollte man, wie fast überall in Südamerika, besser meiden.

    Sandstrand in Vila do Abraão

    Die umliegenden Strände lassen sich zu Fuß erkunden, möchte man einen etwas weiter entfernten Strand besuchen kann man ein Taxiboot nutzen. Diese kleinen Boote sind die schnellste Art um auf der Insel von A nach B zu kommen. Für Ausflüge, die den halben oder ganzen Tag dauern, werden größere Yachten eingesetzt. So einen Tagesausflug machen wir am zweiten Tag auf der Insel, von Abraão geht es zur Lagoa Verde, Lagoa Azul, Praia do Amor und Saco do Céu. Jede Station lädt zum Schnorcheln ein, auch wenn das Wasser durch die Regenfälle der vergangenen Tage nicht ganz klar ist lassen sich jede Menge Fische sehen.

    An Board eines Taxibootes

    Wer es weniger aktiv mag, kann auch an den Stränden die Sonne genießen. Anders als etwa in Rio gibt es aber keine Strandliegen und Sonnenschirme zu mieten, man sollte also seine eigene Ausrüstung mitbringen. Oder man setzt sich in eine der unzähligen kleinen Strandbars und Restaurants, um sich auch von Innen abzukühlen.

    Ein etwas versteckter Strand

    Natürlich wird auch hier Karneval gefeiert, so gibt es an jedem unserer vier Tage hier Parties bis in die Morgenstunden. An zwei Abenden finden sogar Blockos statt, gut das unsere Unterkunft etwas vom Ortskern entfernt ist. So geht es für uns, vollgetankt mit Sonne und gut ausgeruht zurück nach Rio. Diese Insel wird mich aber auf jeden Fall wiedersehen.

  • Karneval in Rio

    Karneval in Rio

    Jedes Jahr im Februar herrscht in Brasilien Ausnahmezustand. Quasi den ganzen Monat lang wird Karneval gefeiert, der Höhepunkt ist dabei die Parade der Sambaschulen in Rio de Janeiro. Während die Parade die letzten beiden Jahre der Pandemie zum Opfer gefallen ist, findet sie heuer wieder statt. Für mich heißt es also ab nach Rio, um live bei der größten Party der Welt dabei zu sein.

    Schon am Flughafen in Paris werden wir auf den Karneval eingestimmt

    Während sich in Österreich der Winter von seiner hartnäckigen Seite zeigt, herrscht in Rio Hochsommer. Ideal also, um auf den Straßen zu feiern. Gelegenheiten dazu gibt es jede Menge, veranstaltet doch so ziemlich jedes Stadtviertel einen Bloco – eine Parade auf den (abgesperrten) Straßen mit jeder Menge Tanz und Musik. Oft haben die Blocos auch ein bestimmtes Thema, etwa den Lieblings-Fußballverein oder die Geschichte des Stadtviertels.

    Siegerparade im Sambadrom

    Dicht gedrängt geht es hier auf den Straßen zu, selbst mit einer luftigen Verkleidung kommt hier jeder zum Schwitzen. Leider haben während des Karnevals auch Taschendiebe Hochsaison, also sollte man nur das Notwendigste zum Bloco mitbringen. Ich hab mein Telefon vorsorglich in der Unterkunft gelassen, somit gibt’s leider keine Fotos von den Straßen.

    Sambadrom

    Während die Blocos auch oft Tagsüber stattfinden, nimmt das Sambadrom erst nachts seinen Betrieb auf. Die einzelnen Sambaschulen von Rio investieren über das Jahr unzählige Stunden, um bei dieser Parade ihr können zu zeigen. Rund um den Faschingsdienstag ist es dann soweit und die zwölf besten Sambaschulen der Stadt treten im Sambadrom an, um die Jury zu überzeugen. Die besten sechs dürfen dann am Sonntag darauf bei der Siegerparade nochmal eine Ehrenrunde drehen.

    Bei dieser Siegerparade stehe auch ich auf der Tribüne und kann meinen Augen kaum glauben. Jede Sambaschule verwandelt die 700 Meter lange Arena für rund 65 Minuten in ein buntes Spektakel. Getanzt wird dabei auf riesigen, mehrstöckigen Wägen, die kunstvoll unterschiedlichen Themen gewidmet sind. Knapp 90.000 Menschen fasst das Sambadrom und egal ob im VIP Bereich oder auf den Tribünen, überall wird mitgetanzt. Und das obwohl es gegen Mitternacht immer noch 27 Grad hat.

    Gewonnen hat dieses Jahr übrigens die Sambaschule Imperatriz Leopoldinense vor Unidos do Viradouro und Unidos de Vila Isabel. Wer die Parade bis zum Ende verfolgen will sollte gut ausgeschlafen sein. Da die sechstplatzierte Schule erst um 22:00 eröffnet, dauert das ganze bis fünf Uhr morgens. Am besten also den nächsten Tag entspannt am Strand verbringen 🙂

  • Im Schokoladenhimmel

    Im Schokoladenhimmel

    Schon lange kein Geheimtipp mehr ist die Zotter Erlebniswelt im Oststeirischen Riegersburg. Seit vielen Jahren schwärmen Fans der Schokolade hierher, um ihre Geschmacksknospen zu verwöhnen. Die Schoko-Genuss-Tour versetzt Schokoladenliebhaber in den siebten Himmel. Als wir dort ankommen verlässt gerade eine ganze Schulklasse die Erlebniswelt – alle mit einem fröhlichen Gesicht und einem Sackerl Schokolade in der Hand.

    Bevor es mit der Verkostung losgeht, gibt es zur Einstimmung einen kurzen Film im hauseigenen Kinosaal. Dort wird die Philosophie von Gründer und Inhaber Josef Zotter sowie dessen Suche nach der optimalen Kakaobohne vorgestellt. Hier stehen ganz klar Bio, Nachhaltigkeit und Fair Trade im Vordergrund – dementsprechend sind auch die Lieferanten handverlesen. Diese kommen aus Peru, Nicaragua, Madagaskar oder Brasilien. Ich fühle mich bei den Bildern an meinen Besuch bei der Finca La Candelaria in Minca erinnert.

    Der Trailer zum Schokoladenfilm

    Nach dem Film geht’s dann los und wir bekommen das wichtigste Utensil für die nächsten Stunden ausgehändigt – den Löffel. Mit ihm können alle Köstlichkeiten probiert werden. So bewaffnet geht es erstmals hinunter zur ersten Station. Hier gibt es die frisch gerösteten Kakaobohnen aus den unterschiedlichen Anbaugebieten zu kosten. Ohne Zucker sind diese zwar relativ bitter, dennoch spannend das man bereits hier große Unterschiede im Geschmack ausmachen kann.

    Einer der unzähligen Schokoladenbrunnen

    Die Bohnen werden dann zu Nibs weiterverarbeitet und in weiterer Folge verflüssigt. Auch in dieser Form ist die Schokolade noch sehr bitter, erst durch die Zugabe von Zucker, Kakaobutter und weiteren, teils sehr ausgefallenen, Komponenten entsteht das süße Gold. Während die Schokolade in jedem einzelnen Schritte des Prozesses verkostet werden darf, sieht man im Hintergrund Mensch und Maschine bei der Arbeit. So führt uns der Weg geschickt durch die Produktionsanlage, wobei wir hauptsächlich Augen für die Schokolade haben.

    Ein Schoko-Roboter bei der Arbeit

    Als wir denken jetzt ist die Tour bald am Ende bemerken wir, das wir einem Irrtum verfallen sind. Die Verkostung hat nämlich noch gar nicht richtig begonnen. Im nächsten Raum wartet die volle Vielfalt der Zotter Schokolade. Jetzt wird klar – alle Sorten zu probieren wird selbst für die größte Naschkatze unmöglich. Neben Stücken von klassischen Tafeln gibt es Schoko-Popcorn, einen Roboter der kleine Pralinen austeilt, Nougat-Brunnen und vieles mehr. Zusätzlich gibt es Computer, an denen man seine eigene Schokolade kreieren kann, welche nur 45 Minuten später im Shop abholbereit ist.

    Ein Pralinen Rollercoaster

    Von diesem Raum hat man auch einen Ausblick auf den essbaren Tiergarten, der bei schönem Wetter zum spazieren einlädt. Nach so viel Schokolade dringend notwendig. Innen geht es weiter in einen Raum mit Trinkschokolade, in welchem auch eine Mini-Seilbahn, die kleine Schokolade Glühbirnen transportiert, aufgebaut ist. Um die Geschmacksnerven zu beruhigen gibt es hier, wie auch im Rest der Räume, Wasserspender. Doch nach so viel Schokolade hilft auch das beste Wasser nicht mehr, zum Glück sind wir nun wirklich am Ende der Tour. Höchste Zeit um für etwas salziges.

    Der Haupt-Verkostungsraum mit Ausblick

    Wobei, eine Station gibt es noch, direkt angrenzend zum Shop. Anstelle von Running Sushi gibt’s Running Schoko, doch selbst nach einer Pause geht einfach keine Schokolade mehr hinein. Noch schnell ein paar Tafeln für die Daheimgebliebenen eingepackt und die selbst designte Schokolade abgeholt und es heißt auf Wiedersehen. Und falls die nächsten Tage jemand Schokolade anbietet „Nein Danke“ 😉

  • Die kaiserliche Schatzkammer

    Die kaiserliche Schatzkammer

    Möchte man in Wien ein Museum besuchen steht man vor der Qual der Wahl. Im und rund ums Museumsquartier gibt es eine schier unendliche Auswahl von Museen zu den unterschiedlichsten Themengebieten. Da wären einerseits die beiden „Zwillinge“ – das Naturhistorische und das Kunsthistorische Museum, oder, wenn man es etwas kitschiger mag, das Sissi-Museum. Ein Museum, dass dann doch heraussticht ist die kaiserliche Schatzkammer. Hier findet man einzigartige Unikate, die es sonst nirgendwo auf der Welt zu sehen gibt.

    Ein Porträt von Kaiser Franz I.

    Die kaiserliche Schatzkammer befindet sich in der Hofburg, wo auch der österreichische Bundespräsident seine Wirkungsstätte hat. Über viele Jahrhunderte war hier aber der Sitz der österreichischen Kaiserfamilie. Die Schätze aus dieser Zeit werden in der Schatzkammer ausgestellt, welche im ältesten Teil der Hofburg beheimatet ist. Dementsprechend massiv und beeindruckend sind die Mauern, welche die Schätze schützen.

    Die Insignien des österreichischen Kaisertums

    Die Ausstellung ist in zwei Bereiche geteilt. Einerseits in die weltliche Schatzkammer sowie in die geistliche Schatzkammer. Der Rundgang beginnt im weltlichen Bereich wo man bald schon auf einen der Höhepunkte trifft. Die Insignien des österreichischen Kaisers – Krone, Szepter und Reichsapfel – nehmen das Zentrum des Raumes ein. Daneben findet man die prunkvolle Robe des Kaisers inklusive eines zeremoniellen Schwertes. Atemberaubend muten die feinen Goldarbeiten an der auf 1602 datierten Krone an.

    Die Robe des Kaisers

    Im nächsten Raum wartet eine Sammlung von bunten Wappenröcken. Diese wurde von den Herolden getragen, welche im Mittelalter die Aufgaben von Boten und Diplomaten inne hatten. Weitere Highlights sind eine Achatschale aus dem 4. Jahrhundert sowie das Horn eines Einhorns, bei dem es sich in Wirklichkeit um den Zahn eines Narwales handelt. Dazwischen gibt es jede Menge Schmuckstücke aus dem Besitz der Kaiserfamilie.

    Das Ainkhürn, in Wirklichkeit der Zahn eines Narwales

    Weiter geht es mit einem Abstecher in die geistliche Schatzkammer, welche mit christlichen Antiquitäten aus der Barockzeit gefüllt ist. Schließlich erreichen wir die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches, wo einige der ältesten Teile der Ausstellung zu finden sind. Allen voran die Reichskrone, welche auf das 10 Jahrhundert datiert wurde und somit rund 1000 Jahre alt ist.

    Die Krone des Heiligen Römischen Reiches

    Neben Krone findet man unter anderem noch den Reichsapfel, das Reichskreuz, den Krönungsmantel sowie die Heilige Lanze. Diese Reliquie soll jene Lanze sein, mit welcher der Tod Jesus Christus überprüft wurde. In ihr eingebettet befindet sich ein Nagel, welcher vom Kreuz Jesu stammen soll. Über Jahrhunderte wurden diese Stücke in Nürnberg aufbewahrt, ehe sie im Jahr 1800 aus Angst vor Napoleon nach Wien gebracht wurden.

    Heilige Lanze, Reichskreuz und ein Stück vom Kreuz Jesu

    Am Ende des Rundgangs, nach etwa 90 Minuten, kommen wir beim Burgunderschatz sowie den Objekten, welche dem Orden vom goldenen Vlies zugerechnet werden, an. Nach so vielen Schätzen aus Gold und Edelsteinen ist es Zeit für einen Ausflug in den kulinarischen Himmel. Mehr dazu beim nächsten Mal!