Im Schokoladenhimmel

Schon lange kein Geheimtipp mehr ist die Zotter Erlebniswelt im Oststeirischen Riegersburg. Seit vielen Jahren schwärmen Fans der Schokolade hierher, um ihre Geschmacksknospen zu verwöhnen. Die Schoko-Genuss-Tour versetzt Schokoladenliebhaber in den siebten Himmel. Als wir dort ankommen verlässt gerade eine ganze Schulklasse die Erlebniswelt – alle mit einem fröhlichen Gesicht und einem Sackerl Schokolade in der Hand.

Bevor es mit der Verkostung losgeht, gibt es zur Einstimmung einen kurzen Film im hauseigenen Kinosaal. Dort wird die Philosophie von Gründer und Inhaber Josef Zotter sowie dessen Suche nach der optimalen Kakaobohne vorgestellt. Hier stehen ganz klar Bio, Nachhaltigkeit und Fair Trade im Vordergrund – dementsprechend sind auch die Lieferanten handverlesen. Diese kommen aus Peru, Nicaragua, Madagaskar oder Brasilien. Ich fühle mich bei den Bildern an meinen Besuch bei der Finca La Candelaria in Minca erinnert.

Der Trailer zum Schokoladenfilm

Nach dem Film geht’s dann los und wir bekommen das wichtigste Utensil für die nächsten Stunden ausgehändigt – den Löffel. Mit ihm können alle Köstlichkeiten probiert werden. So bewaffnet geht es erstmals hinunter zur ersten Station. Hier gibt es die frisch gerösteten Kakaobohnen aus den unterschiedlichen Anbaugebieten zu kosten. Ohne Zucker sind diese zwar relativ bitter, dennoch spannend das man bereits hier große Unterschiede im Geschmack ausmachen kann.

Einer der unzähligen Schokoladenbrunnen

Die Bohnen werden dann zu Nibs weiterverarbeitet und in weiterer Folge verflüssigt. Auch in dieser Form ist die Schokolade noch sehr bitter, erst durch die Zugabe von Zucker, Kakaobutter und weiteren, teils sehr ausgefallenen, Komponenten entsteht das süße Gold. Während die Schokolade in jedem einzelnen Schritte des Prozesses verkostet werden darf, sieht man im Hintergrund Mensch und Maschine bei der Arbeit. So führt uns der Weg geschickt durch die Produktionsanlage, wobei wir hauptsächlich Augen für die Schokolade haben.

Ein Schoko-Roboter bei der Arbeit

Als wir denken jetzt ist die Tour bald am Ende bemerken wir, das wir einem Irrtum verfallen sind. Die Verkostung hat nämlich noch gar nicht richtig begonnen. Im nächsten Raum wartet die volle Vielfalt der Zotter Schokolade. Jetzt wird klar – alle Sorten zu probieren wird selbst für die größte Naschkatze unmöglich. Neben Stücken von klassischen Tafeln gibt es Schoko-Popcorn, einen Roboter der kleine Pralinen austeilt, Nougat-Brunnen und vieles mehr. Zusätzlich gibt es Computer, an denen man seine eigene Schokolade kreieren kann, welche nur 45 Minuten später im Shop abholbereit ist.

Ein Pralinen Rollercoaster

Von diesem Raum hat man auch einen Ausblick auf den essbaren Tiergarten, der bei schönem Wetter zum spazieren einlädt. Nach so viel Schokolade dringend notwendig. Innen geht es weiter in einen Raum mit Trinkschokolade, in welchem auch eine Mini-Seilbahn, die kleine Schokolade Glühbirnen transportiert, aufgebaut ist. Um die Geschmacksnerven zu beruhigen gibt es hier, wie auch im Rest der Räume, Wasserspender. Doch nach so viel Schokolade hilft auch das beste Wasser nicht mehr, zum Glück sind wir nun wirklich am Ende der Tour. Höchste Zeit um für etwas salziges.

Der Haupt-Verkostungsraum mit Ausblick

Wobei, eine Station gibt es noch, direkt angrenzend zum Shop. Anstelle von Running Sushi gibt’s Running Schoko, doch selbst nach einer Pause geht einfach keine Schokolade mehr hinein. Noch schnell ein paar Tafeln für die Daheimgebliebenen eingepackt und die selbst designte Schokolade abgeholt und es heißt auf Wiedersehen. Und falls die nächsten Tage jemand Schokolade anbietet „Nein Danke“ 😉

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