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Hohe Wellen in Valparaíso

Gestern habe ich mich von Santiago verabschiedet und via Bus in das knapp zwei Stunden entfernte Valparaíso begeben. Die wichtigste Hafenstadt Chiles liegt direkt am Pazifik und erinnert in ihrer Geographie an Lissabon. Die zahlreichen Hügel sind, ebenso wie die dazugehörigen Standseilbahnen, ein Wahrzeichen der Stadt.
Nicht schlecht staune ich, als mein Smartphone kurz nach Ankunft schrille Töne macht. Am Display wird eine Tsunami-Warnung angezeigt, die Menschen werden aufgefordert Strände und den Hafen zu verlassen. Nachdem meine Unterkunft auf einem der Hügel ist mach ich mir weniger Sorgen, auch sehe ich keine Menschen in Panik durch die Straßen laufen. Also erst Mal Google anwerfen und schon bald ist der Auslöser gefunden. Schuld ist der vor Tonga explodierte Vulkan, knapp 10.000 km von mir entfernt.
Somit kein Grund zur Panik, die Stadt kann erkundet werden. Mehr darüber gibt’s im nächsten Beitrag 😉
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Santiago von oben

Möchte man Santiago von oben sehen hatan mehrere Möglichkeiten. Die einfachste: man nimmt den Lift um auf den höchsten Wolkenkratzer Südamerikas zu kommen. Vom Aussichtsdeck des Gran Torre Santiago auf rund 260 Meter kann man ganz Santiago überblicken – sofern es der Smog zulässt. Die Stadt liegt nämlich, ähnlich wie Graz, in einem Becken, was dazu führt daß sich die schmutzige Luft oft aufstaut.

Luftverschmutzung in Santiago Um am etwas Frischluft zu kommen kann man die beiden natürlichen Aussichtspunkte aus Santiago nutzen. Da ist einerseits der Cerro San Cristóbal, ein Hügel im Norden der Stadt, eingebettet in den riesigen Stadtpark von Santiago. Daneben gibt es noch den Cerro Santa Lucia direkt in der Stadt, quasi den Schloßberg von Santiago. Ich habe beide besucht.
Den Gipfel des 880m hohen, nach dem heiligen Christopherus benannten, Cerro San Cristóbal kann man auf mehrere Arten erreichen. Je nach Ausgangspunkt kann man mittels einer Gondelbahn, einer Standseilbahn oder speziellen Bussen ganz gemütlich bis kurz vor dem Gipfel fahren. Hat man es lieber sportlich kann man auch hinauf wandern oder, wie sehr viele einheimische, mit dem Fahrrad den Berg erklimmen.
Oben angekommen findet man neben einer Kirche noch eine 22m hohe Marienstatue sowie ein Amphitheater. Und natürlich den wohl besten Ausblick auf Santiago.








Vom Gipfel aus starten auch mehrere kurze Wanderrouten, mit denen man die Gegend näher erkunden kann. Eine Möglichkeit ist den Zoo von Santiago zu besuchen, der am Fuß des Hügels liegt. In anderer Richtung kommt man zur Mittelstation der Gondelbahn, wo sich neben einem Freibad auch ein kleiner Turm aus dem Jahr 1925 befindet. Hier trennt sich der Weg dann auf und man hat mehrere Optionen um zurück in die Stadt zu spazieren.

Damit der Cerro San Cristóbal grün bleibt wird ausgiebig bewässert Nicht ganz so hoch hinaus geht es am Cerro Santa Lucia. Mit seinen 629m liegt der höchste Punkt 69m über der restlichen Stadt. Dennoch bieten sich einem auch hier wunderbare Ausblicke aus Santiago.

Panorama vom Cerro Santa Lucia Neben der Aussicht gibt es auf den unterschiedlichen Ebenen des Hügels auch noch eine Kapelle, mehrere Brunnen sowie jede Menge Statuen – so wie es sich für einen Stadtpark gehört. Doch seine Vergangenheit als Verteidigungsanlage kann der Cerro nicht ganz verbergen. Auf einer der Aussichtsplattformen findet man als Deko noch einige historische Kanonen.








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Endlich Sommer

Waren das Wetter und die Temperaturen in Bogotá noch eher frühlingshaft, bin ich hier in Chile im Hochsommer angekommen. 30 Grad und 14 Stunden Sonne am Tag, und das mitten im Jänner.
Da ich vorab noch nicht wusste, wann ich aus meiner Quarantäne entlassen werde, hab ich mir für den ersten Tag nicht viel vorgenommen. Nur eine frische SIM Karte sowie ein paar Flip-Flops, bei diesen Temperaturen ein muss, stehen auf der Todo-Liste. Nebenbei erkunde ich die Innenstadt von Santiago.

Plaza de Armas Als ich am Abend vor einem Lokal sitze und um 21 Uhr langsam die Sonne untergeht ist das für Jänner doch irgendwie schräg. Schnell melde ich mich noch für eine Walking Tour für den nächsten Tag an um mehr über diese Stadt zu erfahren.
Die Tour startet am nächsten Tag vor der chilenischen Nationaloper und und führt gut zwei Stunden durch die Innenstadt von Santiago. Spannend finde ich hier vor allem die vielen unterschiedlichen Architekturstile auf engstem Raum. Prunkbauten im neoklassischen Stil, moderne Hochhäuser mit Glasfassade und dazwischen immer wieder heruntergekommene Plattenbauten, wie man sie ohne weiteres auch in Osteuropa finden kann. Kolonialbauten findet man kaum – das liegt auch daran das Santiago oft durch verheerende Erdbeben zerstört wurde.

Street Art findet man hier auch an fast jeder Ecke Aber auch die Geschichte der Stadt kommt bei der Tour nicht zu kurz. So lernen wir, dass die Stadt ursprünglich als Militärstützpunkt gegründet wurde, um das Land gegen die Ureinwohner vom Stamm der Mapuche zu verteidigen. Dementsprechend ist auch der Aufbau der Innenstadt angelegt, er besteht aus gleich großen quadratischen Blöcken, was die Orientierung sehr einfach macht.

Doch auch die jüngere Geschichte von Santiago ist bewegt. Im September 1973 fand ein Militärputsch statt, welcher Chile in eine 17 Jahre andauernde Diktatur unter Augusto Pinochet führte. Das ist auch der Grund dafür, das sich der chilenische Nationalkongress nicht mehr in Santiago sondern in der nahen Hafenstadt Valparaíso befindet.
Die Tour endet ganz in der Nähe von meinem Hostel in der hippen Nachbarschaft von Bella Vista. Auch dank der dort beheimateten Universität ist das Viertel voll mit Bars und Lokalen. Ideal um den Tag bei sehr angenehmen Temperaturen ausklingen zu lassen 😉









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Welcome to Chile

Nach fünf Tagen heisst es hasta luego Bogotá, mucho gusto Santiago! Die Flugzeit beträgt knapp sechs Stunden, die Vorbereitungen um nach Chile einreisen zu dürfen wohl nochmal so lange. Chile ist nämlich das wohl strengste Land Südamerikas was die Einreise in Zeiten von COVID betrifft.
Um als Nicht-Staatsbürger überhaupt einreisen zu dürfen müssen zuerst alle Impfungen von den chilenischen Behörden validiert werden. Online liest man Schauergeschichten, wonach das bis zu vier Wochen dauern kann – dank der in der EU verwendeten digitalen Impfzertifikate hat das in meinem Fall aber nur wenige Tage benötigt. Trotzdem will die Validierung gut getimed sein, da eine einmal bewilligte Impfung nur für 45 Tage im chilenischen System gespeichert wird. Reist man bis dahin nicht ein, muss der ganze Prozess von vorne gestartet werden.
Hat man die erste Hürde genommen folgt der erste PCR Test. Dieser darf maximal 72 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein und muss natürlich negativ ausfallen. Gemeinsam mit der Bestätigung einer Reisekrankenversicherung, welche auch durch eine COVID Infektion entstandene Kosten abdeckt, muss dieser ab 48 Stunden vor Einreise eingereicht werden. Zusätzlich werden alle diese Daten auch nochmal beim Check-in am Flughafen geprüft – wer nicht alles vorweisen kann wird nicht mitgenommen.
Hat man es dann nach Chile geschafft folgt direkt am Flughafen der nächste PCR Test. Noch bevor man zur Gepäckausgabe kommt wird getestet, wobei das ganze Prozedere nur rund 15 Minuten dauert. Die Teststrasse ist Top organisiert, es gibt trotz 200 Menschen im Flieger kaum Wartezeiten.
Hat man es soweit geschafft gibt es zwei Optionen. Man kann direkt am Flughafen auf das Ergebnis des Tests warten, oder direkt in seine Unterkunft weiterreisen und dort eine Quarantäne absolvieren. Solange man nämlich kein negatives Testergebnis hat darf man sein Zimmer nicht verlassen. Ich hab mich für die zweite Variante entschieden, da ich erst kurz vor Mitternacht angekommen bin und das Testergebnis in der Regel in weniger als 12 Stunden ankommt.
Der Plan geht auf, als ich am nächsten Tag aufstehe ist das Testergebnis da und ich kann ohne schlechtes Gewissen zum Frühstück gehen:

Doch damit ist die Sache noch nicht erledigt. Die nächsten 14 Tage muss ich täglich einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen. Sollte sich dabei der Verdacht einer Infektion ergeben heisst es ab zum nächsten Test. Bin schon gespannt wie viele Tests ich am Ende der 6 Monate gesammelt haben werde 😉
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Auf der Spur von El Dorado

Das Bogotá unzertrennlich mit der Legende von El Dorado verknüpft ist merkt man bereits bei der Ankunft am Flughafen – dieser trägt nämlichen den Namen Aeropuerto Internacional El Dorado. Doch nicht nur der Flughafen ist der sagenhaften goldenen Stadt gewidmet, eine der größten Attraktionen Bogotás ist das Museo del Oro – das Goldmuseum.

Gastausstellungen in aller Welt Mit mehr als 35.000 Goldobjekten aus der präkolumbianischen Zeit ist es die Weltweit größte Sammlung ihrer Art. Auf mehreren Stockwerken wird hier die Geschichte der Edelmetalle vorgestellt, von der ersten Besiedelung vor über 15.000 Jahren bis zur Eroberung des Kontinents durch Spanien.

Brustschmuck in Form einer Fledermaus Schritt für Schritt wird dabei auch das Geheimnis von El Dorado gelüftet. Denn auch wenn in und um Kolumbien seit tausenden Jahren Gold verarbeitet wird, eine goldene Stadt hat es nie gegeben. Vielmehr wurde die Legende durch die Krönungszeremonie eines Volkes der Ureinwohner nahe Bogotá inspiriert. Der neue Herrscher wurde dabei mit einer Paste aus Goldstaub eingerieben, worauf er auf einem Floß, zusammen mit Gold und Edelsteinen, einen heiligen Bergsee befuhr. Gold und Edelsteine wurden inmitten des Sees, als Opfergabe für den Sonnengott, versenkt.

Goldfloß von El Dorado 







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Mahlzeit – eine kulinarische Tour durch Bogotá

Zwei der spannendsten Dinge in einem fremden Land sind für mich die lokale Küche und die Essgewohnheiten der Menschen. Um zu erfahren wie das in Bogotá aussieht, hab ich mich der Food Tour von Beyond Colombia angeschlossen.
Die Tour selbst ist ähnlich aufgebaut wie die Free Walking Tour, nur das anstelle von Sehenswürdigkeiten unterschiedliche Lokale besucht werden. Dabei wird in knapp vier Stunden der kulinarische Tag eines typischen Bewohners von Bogotá nachgestellt.
Gestartet wurde mit einem „Frühstück to go“, welches man hier nicht nur in den Gaststätten sondern sehr oft auch bei den unzähligen Straßenhändlern findet – den Empanadas. Diese Teigtaschen ähneln von außen zwar dem, was man auch in Österreich in einer Bäckerei findet, sind aber nicht süß sondern herzhaft gefüllt. Hier in Kolumbien klassisch mit Reis und Faschiertem.
Weiter ging es mit einem kurzem Snack am Plaza de Bolívar, einem gebratenen „Woazstrizl“. Mais ist, auch in vielen anderen Ländern Südamerikas, ein integraler bestandteil der lokalen Küche.
Nach diesem kurzen Zwischenstopp ging es weiter zum Mittagessen. Hier sind Suppen sehr beliebt, allen voran die Ajiaco Santafereño, eine dicke Hühnersuppe, die neben drei unterschiedlichen Erdäpfelsorten auch Sauerrahm, Kapern und Koriander enthält. Dazu gibt es als Einlage Reis sowie Avocado:
Ajiaco Santafereño Als nächstes Stand für einige Teilnehmer der Tour ein erster Härtetest auf dem Programm. Als Hauptgang beim Mittagessen steht in Kolumbien oft Fleisch auf dem Programm, deshalb ging es weiter zu einem Lokal, wo das Fleisch direkt am Eingang über Holzkohle gegrillt wurde. Neben gegrilltem Kalbsfleisch gab es auch ein Capybara zu verkosten. Erinnert vom Aussehen her an ein Meerschweinchen, das Fleisch ähnelt einer Hendlbrust, schmeckt aber nach Schwein.

Ein Capybara Baby, ausgewachsen können die Tiere über einen Meter lang werden Nach dem Mittagessen darf natürlich ein Dessert nicht fehlen, deshalb ging es zu einem Marktstand welcher Obleas im Angebot hatte. Eine Oblea besteht aus zwei dünnen Waffeln, wie man sie von unseren Schnitten kennt, welche mit zwei oder mehreren Zutaten gefüllt wird. Eine der Füllungen ist dabei Arequipe, eine karamellisierte Milch. In der klassischen Variante gibts dazu geriebenen Käse, ich hab mich aber für eine Kombination mit einer Schwarzbeermarmelade entschieden.
Natürlich darf auch eine Stärkung am Nachmittag nicht fehlen. Bei den kolumbianischen Arbeitern war hier Aguardiente – zu deutsch Feuerwasser – sehr beliebt, sehr zum Leidwesen ihrer Frauen. Um den Diskussionen zu Hause zu entgehen, weshalb man schon wieder mit den Kumpels beim Aguardiente trinken hängengeblieben ist, wurde von der Männerwelt ein Codewort ausgedacht. Anstelle des Wortes Aguardiente wurde die Anzahl seiner Buchstaben genommen – und schon waren „Las Onces“ geboren. Diese Bezeichnung für den Nachmittagssnack hat sich bis heute gehalten, wobei es neben dem Schnaps aus Zuckerrohr und Anis noch eine zweite Spezialität gibt welche dort gerne konsumiert wird. Heiße Schokolade, in welcher ein Stück Käse aufgelöst wird:

Heiße Schokolade mit Käse Zum Abschluss unserer Tour gab es anstelle von Abendessen, für welches sowieso niemand mehr Platz gehabt hätte, einen Abstecher zu einem Cafe welches nicht nur eine Barista-Schule betreibt sondern sich auch der „artgerechten“ Zubereitung von Kaffee verschrieben hat. Denn auch wenn Kolumbien eines der führenden Kaffeeexportländer ist, war das Getränk zu Hause lange Zeit wenig beliebt. Der Grund dafür – der hochwertige Kaffee wurde in alle Welt exportiert, für den heimischen Markt blieben so nur der Ausschuss übrig.
Dem versuchen Cafes wie das von uns besuchte Arte y pasión Café entgegenzuwirken. Hier werden kolumbianische Kaffeebohnen, je nach ihrer Stärke, mit unterschiedlichen Methoden zubereitet um das Beste aus dem Kaffee zu holen. Während ein Kaffee mittlerer Stärke etwa mit einem besonderen Filter zubereitet wird, kommt beim stärksten Kaffee ein Syphon zum Einsatz welches den Kaffee mittels Unterdruck zubereitet:

Kaffe Syphon Insgesamt war die Tour sehr gut organisiert, es gab an den einzelnen Stationen kaum Wartezeiten, meistens waren für uns sogar Sitzplätze reserviert. Unser Guide lieferte zwischen den Stationen auch einen ausführlichen Einblick in den kulturellen Hintergrund. Für umgerechnet weniger als €10 für die verkosteten Speisen auf jeden Fall einen Nachmittag wert!
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Hoch hinaus in Bogotá

Die Stadt Bogotá liegt auf einem Hochplateau, 2640 Meter über dem Meeresspiegel. Das hier nicht nur die Luft etwas dünner ist, sondern auch die Sonne mehr Kraft entwickelt als im heimatlichen Winter merke ich als ich nach meinem ersten Tag hier bereits einen Sonnenbrand ausgefasst habe.
Um einen noch atemberaubenderen Ausblick auf die Stadt zu bekommen, kann einer der beiden Hausberge Cerro de Guadalupe und Cerro de Monserrate erklommen werden.Der einfachere der Beiden ist dabei der Cerro de Monserrate. Dieser kann entweder zu Fuß erklommen werden, was vor allem bei den Einheimischen beliebt ist, oder mittels einer Seilbahn. Dabei hat man die Wahl zwischen einer Standseilbahn und einer Seilbahn mit Gondel. Der Preis ist für beide Varianten gleich – bei meinem Besuch war aber ohnehin nur die Standseilbahn im Betrieb.
Beim hinauffahren hatte ich Glück und wohl den besten Platz im ganzen Wagon – aber seht selbst:Kurzes Video von der Fahrt mit der Standseilbahn Nach rund fünf Minuten fahrt erreichen wir die Bergstation, von dort aus geht es zu Fuß noch ein paar Höhenmeter zur Basilika von Monserrate. Auf dem Weg dorthin findet man, neben Hinweisschildern zur örtlichen Flora und Fauna, auch einen Kreuzweg. Als ich ankomme ist außerdem gerade ein Gottesdienst im Gange, welcher über Lautsprecher am ganzen Gelände verfolgt werden kann.
Im hinteren Bereich des Areals befinden sich eine ganze Menge von Souvenirständen, daneben gibt es auch einige Lokale die traditionelle Kolumbianische Küche auftischen. Lediglich der Aufstieg bis ganz zum 3152m hohen Gipfel bleibt versagt.Dafür entschädigt jedoch die Aussicht, welche wirklich spektakulär ist. Den Einheimischen zufolge kann man bei idealen Wetterbedingungen über 100 Kilometer weit sehen:









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Der erste Tag in Bogotá

Jetlag sei Dank startet mein erster Tag in Bogotá schon sehr zeitig. So habe ich ausreichend Zeit um vor der heutigen Aktivität – einer Walking Tour – noch eine lokale SIM Karte zu organisieren.
Tipp: Es gibt, wie auch in vielen anderen Ländern, Prepaid SIM Karten die mit einem Paket aufgeladen werden können. Aber anders als zum Beispiel in Mexiko muss die Karte auf euch registriert werden. Das geht zwar theoretisch online, ich habe das für die tigo SIM, die ich im nächsten OXXO gekauft habe, nicht geschafft – meine Passdaten wurden nicht akzeptiert. Ich bin daraufhin in einen Claro Shop, wo eine Mitarbeiterin die Karte gleich für mich registriert hat.
Wenn ich in einer neuen Stadt ankomme starte ich gerne mit einer Walking Tour. Auf diese Weise bekommt man einen guten ersten Überblick über den Ort, Informationen zu Sehenswürdigkeiten die man sich später im Detail ansehen möchte und Insidertipps vom einheimischen Tour Guide was Restaurants, Bars oder andere Aktivitäten betrifft. Ich hab mich an diesem Tag für die Free Walking Tour von Beyond Colombia entschieden.
Falls ihr das Konzept der Free Walking Tour nicht kennt hier eine kurze Erklärung. Die Tour hat keinen fixen Preis, sondern ihr entscheidet am Ende der Tour wie viel sie euch Wert war. Ich hab damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht, die Tour Guides kennen sich super aus, sind oft sogar ausgebildete Historiker und gehen gerne auf Fragen und Wünsche der Teilnehmer ein.
Start der Tour war vor dem Museo del Oro, von dort ging es über La Séptima zum Chorro de Quevedo. Auf dem Weg dorthin gab es jede Menge Street Art zu bewundern, rund um den Chorro selbst habt ihr die Möglichkeit das traditionelle Getränk Chicha zu verkosten.

Kapelle am Plazuela del Chorro de Quevedo 
Street Art in La Candelaria Weiter ging die Tour vorbei am Nationaltheater, diversen Museen, wie etwa dem von Fernando Botero, bis hin zum Hauptplatz von Bogotá, dem Plaza de Bolívar. Gespickt war der Weg dahin mit zahlreichen historischen Fakten, Anekdoten und Einblicken in das Leben der Bewohner der Stadt.
Nach guten drei Stunden endete die Tour am Centro Cultural Gabriel García Márquez. Ein idealer Ort um gleich in der Nähe zum Mittagessen eine traditionelle Ajiaco Santafereño zu genießen.

Ajiaco Santafereño Wer auf der Suche nach Souvenirs ist, wird rund um den Plaza de Bolívar auf jeden Fall fündig. Neben klassischen Mitbringseln wie T-Shirts gibt es auch jede Menge Handwerkskunst zu bestaunen. Am ausgefallensten war sicherlich die aus venezolanischen Banknoten hergestellten Taschen und Figuren.

Souvenirs 







Bilder von der Walking Tour -
Das Abenteuer beginnt

5. Jänner 2022: Das Abenteuer Südamerika beginnt mit leichten Startschwierigkeiten. Nachdem mein ursprünglicher Flug von Graz nach Frankfurt COVID bedingt ausfällt, heisst es früh aufstehen. Um 06:05 Uhr geht es über die Zwischenstation München nach Frankfurt, danach direkt nach Bogotá. Nach insgesamt 20 Reisestunden komme ich im Hotel an, mein Gepäck hat’s auch geschafft, somit ist die erste Hürde genommen.
Wie geht es weiter? Nach ein paar Tagen in Bogotá zum akklimatisieren steht Chile auf dem Programm. Weitere Stationen auf meinem groben Reiseplan sind Argentinien, Brasilien, Bolivien, Peru, Ecuador und dann nochmal ein Stop in Kolumbien um auch das Land Abseits von Bogotá zu erkunden.
Inwiefern dieser Plan hält steht in den Sternen, aufgrund der anhaltenden Pandemie und sich ständig ändernden Einreiseregeln heisst es flexibel bleiben. Aber mit den sechs Monaten, die ich mir für diese Reise Zeit genommen habe, bleibt doch einiges an Spielraum.
Wenn du mich auf meinem Abenteuer Südamerika begleiten möchtest, schau regelmäßig hier rein um nix zu verpassen. Bis bald!