Palomino – zurück ans Meer

Nach einigen Tagen in Minca geht es noch einmal zurück an die Karibikküste. Mein Ziel ist der kleine Ort Palomino, rund 90 Kilometer östlich von Santa Marta. Um dorthin zu gelangen muss ich zuerst mit dem Collectivo zurück nach Santa Marta, danach mit dem gleichen Bus, der auch am Tayrona Nationalpark halt macht, nach Osten. Zuvor mache ich aber noch halt bei einem Bankomaten, in Palomino gibt’s nämlich keinen. Die ganze Reise dauert von Minca aus rund vier Stunden.

Eine der Hauptstraßen von Palomino

Die einzige asphaltierte Straße ist die Hauptstraße, die weiter in den Osten führt und in rund 200 Kilometern in Venezuela endet. Palomino selbst liegt im östlichsten Departamento von Kolumbien – La Guajira. Das ist zugleich auch der Name der Halbinsel, welche sich hier in die Karibik erstreckt und zwischen Kolumbien und Venezuela aufgeteilt ist. Nur etwas mehr als 3000 Menschen leben in Palomino, der Großteil von ihnen von der Landwirtschaft. Doch in den letzten Jahren wurde der verschlafene Ort vor allem bei Backpackern immer beliebter, weshalb sich unweit vom Meer entfernt etliche Hostels und Restaurants angesiedelt haben.

Mein Hostel samt Pool

Palomino lädt vor allem zum Entspannen ein. Entweder am Pool, den hier so gut wie jedes Hostel hat, oder in einem Gummireifen den nahen Rio Palomino hinab treibend. Diese als Tubing bekannte Aktivität ist eine der Hauptattraktionen, mehrere Unternehmen bieten Touren an. Oder man geniesst den Strand, der vom Ort aus bis zur Mündung des Rio Palomino führt.

Der Strand von Palomino

Hier am Strand, mit kaum anderen Menschen in der Nähe, fühlt man sich wie auf einer einsamen Insel. Nach etwa einer halben Stunde Spaziergang kommt man an der Flussmündung an, hier gibt es einige kleine Restaurants, welche hauptsächlich Meeresfrüchte anbieten. Spannend ist auch der Temperaturunterschied zwischen Fluss und Meer – der Rio Palomino ist um einige Grad kälter als das karibische Meer.

Hier mündet der Rio Palomino in die Karibik

Palomino ist in den letzten Jahren so stark gewachsen, dass die Infrastruktur kaum mithalten kann. Stromausfälle stehen an der Tagesordnung, auch das Internet ist nicht das schnellste. Vielleicht auch gerade deshalb der ideale Ort um ein paar Tage abzuschalten. Für mich geht es aber weiter in eine aufregendere Gegend Kolumbiens, mehr dazu beim nächsten Mal.

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