Cocora Valley – wo himmelhohe Palmen stehn

Heute steht ein Wandertag an, es geht ins Cocora Valley. Dieses Tal liegt rund 30 Minuten via Willy vom Zentrum von Salento entfernt und ist für seine Wachspalmen bekannt, welche über 45 Meter hoch werden. Damit sind sie die höchsten Palmen der Welt. Die letzten Tage hat es immer wieder geregnet, doch am Morgen sieht das Wetter gut aus, ich bin vorsichtig optimistisch.

Die Palmen von unten

Im Cocora Valley gibt es zwei Wanderwege. Einerseits einen Rundweg der mit 5-6 Stunden veranschlagt wird, sowie eine kurze Schleife, welche nur die Instagram-Fotospots abdeckt. Ich entscheide mich für den Rundweg – wegen dem zu erwartenden Gatsch in der Variante gegen den Uhrzeigersinn. Um vor den Touristengruppen dort zu sein nehme ich einen der ersten Willys des Tages.

Die Wanderkarte

Der Start meiner Wanderung geht vorbei an einem Fischteich und entlang eines Baches. Die Landschaft erinnert sehr an eine Alm, sogar Kühe gibt es hier. Der Boden ist zwar relativ gatschig, da hier auch Pferde entlangreiten, trotzdem schaffe ich es das meine Wanderschuhe trocken bleiben.

Der Start der Wanderung

Nach gut einer Stunde verlasse ich die Wiesen, es geht hinein in einen Wald. es geht kontinuierlich leicht bergauf und schon bald stehen die ersten Mutproben auf dem Programm. Sechsmal muss der Bach überquert werden, auf ziemlich schwindligen Hängebrücken.

Eine der Hängebrücken

Ich schaff es ohne runterzufallen auch über die letzte Brücke. Bald darauf steht eine Entscheidung an – es gibt die Option ein Kolibri-Reservat zu besuchen. Das bedeutet rund eine Stunde mehr Weg, dafür gibt’s dort als Snack Kaffee mit einem Stück Käse. Das Wetter schaut noch gut aus und ich fühle mich fit – ab zu den Kolibris.

Der Eingang zum Kolibri-Reservat

Dort angekommen mach ich eine Pause, rund zwei Stunden bin ich jetzt unterwegs. Überall am Gelände gibt es Spender mit Zuckerwasser, an denen sich die Kolibris laben. Ideal um Fotos zu schießen und Videos aufzunehmen.

Kolibris

Nach der Pause geht’s zurück zur Weggabelung, jetzt wartet der härteste Teil der Wanderung. Relativ steil geht es durch den Wald den Berg hinauf. Mittendrin reißt dann mein Wetterglück und es beginnt zu regnen. Jetzt bin ich wirklich froh den Rundweg gegen den Uhrzeigersinn zu absolvieren – hier bei Regen den Berg hinunter macht sicher keinen Spaß.

Am höchsten Punkt der Wanderung

Schließlich komme ich oben an, ab jetzt geht es nur mehr gemütlich bergab. Leider wird der Regen aber immer stärker, dazu kommt Nebel. Trotzdem schaffe ich es ein paar Fotos von den Palmen zu bekommen.

Die höchsten Palmen der Welt

Nach rund sechs Stunden bin ich wieder am Start der Wanderung. Jetzt heissts erstmal umziehen, zum Glück hab ich wasserdicht verpacktes Reservegewand im Gepäck. Die Rückfahrt nach Salento wird dann ein wenig zur Geduldsprobe – zu viele Leute wollen zugleich retour, was den Willy-Service überlastet.

Selbst den Pferden ist es heute zu nass

Schließlich komme ich aber – halbwegs trocken – wieder in Salento an. Bei einem Straßenhändler Kauf ich mir einen gebratenen Woazstrizl, bevor es ab unter die Dusche geht. Frisch machen für das nächste Abenteuer – mehr dazu beim nächsten Mal.

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