Uyuni Tour Tag 2 – heiße Quellen und jede Menge Llamas

Am zweiten Tag geht es schon um 5 Uhr los, denn unsere erste Station ist besonders am Morgen beeindruckend. Knapp eine Stunde geht es zu einem Feld von Geysieren, die Schwefel und Wasserdampf in die Luft schleudern. Dabei überqueren wir mit mehr als 5000 Metern Seehöhe auch den höchsten Punkt unserer Tour.

Sonnenaufgang bei den Geysieren

Als wir bei den Geysieren ankommen ist die Müdigkeit wie weggeblasen. Beeindruckende Rauchschwaden steigen in den Himmel, beleuchtet von der aufgehenden Sonne. Zu nahe sollte man ihnen aber nicht kommen, bei 150º Celsius herrscht Verbrennungsgefahr. Man muss auch aufpassen wo man hintritt, überall am Boden gibt es Schlammpfützen und kleinere Versionen der großen Geysiere.

Angetrieben werden die Geysiere durch den in der Region vorkommenden Vulkanismus. Diesen versucht man hier auch zur Stromerzeugung zu nutzen, wie das Thermalkraftwerk zeigt, welches wir auf dem Weg zu unserer nächsten Station sehen. Nach rund einer halben Stunde kommen wir dann an einer Thermalquelle an, jetzt ist baden angesagt.

Die Thermalquellen

Trotz eisiger Außentemperaturen, es ist erst kurz nach Sieben in der Früh, relaxen schon einige Gäste in den beiden Becken. Das Wasser ist herrlich warm, doch die Aussicht setzt noch einen oben drauf. Keine 20 Meter von den Badegästen entfernt tummeln sich Flamingos und andere Wasservögel, der aufsteigende Wasserdampf verleiht dem ganzen etwas mystisches.

Das Wasser zu verlassen kostet einiges an Überwindung, zur Entschädigung hat unser Guide Frühstück hergerichtet. Gleich neben uns hat es sich eine Gruppe Vicuñas gemütlich gemacht, nicht die letzten die wir heute sehen werden.

Gut getarnte Vicuñas

Frisch gestärkt verlassen wir den Nationalpark, weiter geht es durch ein atemberaubendes Tal, wo es von Llamas nur so wuselt. Dann ist ein wenig sportliche Betätigung angesagt, wir besuchen einige Felsblöcke die zum kraxeln einladen. Vor dem Mittagessen steht noch eine kurze Wanderung zum Lago Escondido, dem versteckten See, an. Hier geht es direkt durch eine Llama Herde, man kommt den Tieren bis auf wenige Meter nahe.

Llamas beim Grasen

Am versteckten See gibt es dann eine prächtigen Ausblick auf ein riesiges Gesteinsfeld, welches durch einen Vulkanausbruch entstanden ist. Unterwegs entdecken wir einen weitern Einwohner dieser kargen Landschaft – das Viscacha. Es wirkt wie eine Mischung aus Kaninchen und Känguru und nimmt querfeldein über die Felsen reisaus.

Ein Viscacha

Nach dem Mittagessen machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Uyuni, die erste Schleife unseres Ausfluges haben wir fast hinter uns. Wir stoppen noch an einem eindrucksvollen Canyon sowie der Stadt San Cristóbal. Auch tanken ist angesagt, immerhin sind wir fast 1000 Kilometer durch die Wüste gedüst. Spannend hier – die Benzinpreise sind fix auf ein großes Plakat gedruckt, ändern sich also nie. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Preise für einheimische und Touristen. Für Bolivianer kostet der Liter Benzin rund 50 Cent, für auswärtige etwas mehr als das doppelte.

Die Kirche von San Cristóbal

Schließlich kommen wir an unserem Hostel an, welche etwa 20 Minuten von Uyuni entfernt am Beginn der Salzwüste liegt. Unsere Zimmer sind natürlich auch wieder aus Salz. Zum Abendessen gibt es das bolivianische Nationalgericht Pique Macho, Pommes mit allerhand Fleisch und Gemüse oben drauf.

Dann hat unser Guide noch eine Überraschung für uns bereit. Bei vollkommener Dunkelheit geht es rund 15 Minuten hinein in die Salzwüste. Ideale Bedingungen um den Sternenhimmel zu bewundern. So endet der Tag mit einer kurzen Vorschau darauf, was uns morgen erwartet – Salz soweit das Auge reicht.

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