Uyuni Tour Tag 1 – Lagunen und Flamingos

Der nächste Tag startet um 08:30 Uhr im Büro des Touranbieters. Es herrscht ein reges kommen und gehen, jeden Tag starten mehrere unterschiedliche Touren, dementsprechend geht es ein wenig chaotisch zu. Einige Tour Teilnehmer sind erst mit dem Nachtbus angereist und müssen noch umpacken – im Geländewagen hat nämlich nur ein kleiner Rucksack Platz.

Einer der Geländewagen der Agentur

Nach einer guten Stunde sind wir dann aber soweit und können loslegen. Unsere 6er Gruppe ist bunt gemischt, wir haben Teilnehmer aus Brasilien, China, Dänemark, England, Kanada und Österreich. Unser Fahrer ist gleichzeitig auch unser Guide und Koch – unterwegs gibt’s kaum Restaurants, deswegen wird die Verpflegung mitgenommen.

Die Gegend für die ersten Stunden

Wir verlassen die Stadt und bald wird klar, warum die meisten Menschen hier einen Geländewagen fahren. Asphaltierte Straßen gibt es kaum, meist ist der Untergrund Kies oder Sand. Nach rund zwei Stunden Fahrt haben wir unsere erste Station erreicht, es gibt Mittagessen. Dabei machen wir in einer Stadt halt, die wie ausgestorben wirkt. Die Sonne ist hier auf knapp 4000 Metern Seehöhe zu Mittag äußerst stark, weshalb man niemanden auf der Straße findet.

Die Geisterstadt

Frisch gestärkt geht es weiter, einzig unsere Vegane Teilnehmerin aus Brasilien hat noch Hunger – als vegane Option fürs Mittagessen gab es nämlich ein leckeres Omlett. Es geht tiefer hinein in die Wüste, nach einem Stopp bei mehr oder weniger interessanten Gesteinsformationen kommen wir zur ersten Lagune des Tages. Insgesamt sind vier Lagunen eingeplant und an allen soll es Flamingos zu sehen geben.

Wir sind nicht die einzige Tourgruppe

Lagune Nummer eins hält dieses Versprechen, als wir ankommen sehen wir eine große Gruppe Flamingos im Wasser. Da wir den Tieren hier sehr nah kommen wird mir klar, wie groß diese eigentlich sind. Selbst ohne den langen Beinen ähneln sie mehr einem Truthahn als einem Hendl.

Flamingos im Flug

Weiter geht es durch eine Landschaft, die mich sehr an die Atacama Wüste erinnert. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, grenzt diese doch direkt an das Altiplano. Nach Lagune Nummer zwei stoppen sie an einem Felsen, der wie ein Baum ausnehen soll. Dort findet man auch eines der wenigen WCs in der Wüste, wobei natürlich ohne fließendes Wasser.

Mehr Eierschwammerl als Baum

Nachdem wir auch in Lagune drei Flamingos gefunden haben geht’s in den Nationalpark Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Avaroa. Hier, direkt an der Grenze zu Argentinien und Chile finden wir die beeindruckendste Lagune des Tages. Mikroorganismen färben das Wasser dunkelrot, was wiederum den Flamingos, welche die Organismen fressen, ihre Farbe gibt.

Die letzte Lagune des Tages

Hier im Nationalpark liegt auch unser Quartier für die Nacht, ein Berghostel auf ca. 4300 Metern Seehöhe. Das Abendessen ist diesmal für alle vegan, zum Glück gibt’s am Areal des Hostels auch ein kleines Geschäft welches Bier verkauft. Strom gibt es für die Gäste keinen, genauso auch keine Heizung. Dafür liegen jede Menge Decken bereit, damit es in der Nacht nicht so kalt wird. Wer eine heisse Dusche möchte muss extra zahlen, das Wasser wird je Person mit Gas aufgeheizt. Wir gehen alle zeitig ins Bett, denn morgen heißt es früh aufstehen. Was da dann auf dem Programm steht erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

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