Sucre – die weiße Stadt

Bevor es endgültig ins bolivianische Hochland geht, steht noch ein Stop in der Hauptstadt des Landes an. Mit seinen 2700 Metern Seehöhe ist Sucre ideal, um sich langsam an die Höhe zu gewöhnen. Hinzu kommt das Sucre als schönste Stadt Boliviens gilt, somit sollte sie sowieso auf keinem Reiseplan fehlen.

Schon die Ankunft am Flughafen ist spannend. Ein Tal, in welchem ein Flughafen Platz hat, sucht man hier vergeblich. Deshalb wurde der Flughafen rund 40 Minuten außerhalb von Sucre auf einem Bergplateau errichtet. Sicherlich einer der interessantesten Landeanflüge die ich bisher hatte. Die Preise fürs Taxi sind zum Glück fix, so geht’s für umgerechnet 8 Euro zu meiner Unterkunft.

Die Straßen von Sucre

Wie das ganze Umland ist auch die Stadt Sucre selbst sehr hügelig. Auf einem dieser Hügel liegt das Kloster von Recoleta, dessen Vorplatz einen tollen Überblick über die Stadt bietet. Dieser Aussichtspunkt liegt rund einen Kilometer und 100 Höhenmeter vom Stadtzentrum entfernt, kann also problemlos zu Fuß erreicht werden.

Das Kloster von Recoleta
Blick ins Stadtzentrum

Doch auch im Stadtzentrum selbst gibt es Orte, von denen aus man sich einen guten Überblick über Sucre machen kann. So können gleich mehrere Kirchtürme erklommen werden, in jenem der Kirche San Miguel befindet sich sogar ein Café. Hier kann man Kaffee und Kuchen genießen, während man über die Dächer der Stadt blickt.

Ausblick vom Kirchturm San Miguel

Das Zentrum der Stadt bildet der Platz des 25. Mai. Hier findet man neben Grünanlagen und Straßenhändlern auch einige Statuen, welche an den Kampf um die bolivianische Unabhängig erinnern. Wer mehr dazu wissen möchte kann die Casa de la Libertad, zu deutsch das Haus der Freiheit, besuchen, welches direkt am Platz liegt.

Statue des Freiheitskämpfers Antonio José de Sucre am Platz des 25. Mai.

Dort wird einem in einer guten Stunde der Weg Boliviens zur Unabhängigkeit vorgestellt. Eine der zentralen Figuren dabei war Antonio José de Sucre, der als General unter Simón Bolívar diente. Nach ihm ist auch die Stadt selbst benannt, vor der Unabhängigkeit war Sucre unter dem Namen La Plata bekannt. Diesen Namen trug die Stadt aufgrund der riesigen Silbervorkommen, welche in der Kolonialzeit das spanische Imperium finanzierten. Als zum Ende des 19. Jahrhunderts die Silveradern vertrockneten wurde der Regierungssitz von Sucre nach La Paz verlegt.

Freiheitskämpfer im früheren Regierungssitz

Sucre blieb aber trotzdem die Hauptstadt von Bolivien, wohl auch aufgrund der beeindruckenden Architektur. Der vorherrschende Kolonialstil ist in kaum einer anderen Stadt der Welt so gut erhalten geblieben. Die Altstadt wurde von der UNESCO deshalb auch zum Weltkulturerbe ernannt.

Die Kathedrale von Sucre

Wenn Sucre die weiße Stadt Boliviens ist, kann man die folgende Station meiner Reise gut und gern als graue Stadt bezeichnen. Um welche Stadt es sich dabei handelt erzählen ich euch beim nächsten Mal.

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