Biocentro Güembé

Für Naturliebhaber ist Santa Cruz und Umgebung auf jeden Fall eine Reise Wert. In idealer Entfernung für einen Tagesausflug liegen etwa der Amboró Nationalpark, der botanische Garten von Santa Cruz in welchem man mit etwas Glück Faultiere in freier Wildbahn beobachten kann, oder das Biocentro Güembé. Ich hab mich entschieden letzteres zu besuchen.

Das Biocentro liegt nur wenige Kilometer östlich von Santa Cruz. Mit dem Taxi dauert die Fahrt von meinem Hostel aus gut 30 Minuten, wobei die letzten paar hundert Meter über eine unbefestigte Straße führen. Auf dem Weg dahin bekomme ich auch die ersten Hochhäuser der Stadt zu sehen. Im Nordosten wird fleißig gebaut, kein Wunder denn Santa Cruz ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Südamerikas.

Der Baumstamm zeigt alle Tiere des Parks

Das Biocentro Güembé ist eigentlich gleich zwei Parks in einem. Auf der einen Seite gibt es den Tierpark mit zahlreichen Bewohnern, daneben gibt es auch noch so etwas wie einen Wasserpark mit unterschiedlichen Schwimmbecken. Im Park gibt es außerdem ein Hotel, falls man länger bleiben möchte. Mir geht’s bei meinem Besuch aber hauptsächlich um den Tierpark.

Im Park findet man immer wieder Metallskulpturen wie diesen Schmetterling

Nachdem ich im Park angekommen bin erklärt mir eine Mitarbeiterin was ich hier alles Unternehmen kann. Es gibt auch geführte Touren und ich hab Glück, denn keine zwei Minuten später startet schon die Nächste. Die erste Station führt unter die Erde, in einem nachgebildeten Termitenhügel gibt es Ameisen, Spinnen und Termiten zu sehen. Weiter geht es vorbei an einigen Bienenarten, welche Holzstämme besiedeln. Es folgt ein Gehege, in welchem zwei schwarze Klammeraffen leben. Obwohl das Gehege Recht groß ist, sehen die beiden nicht sehr glücklich aus.

Ein schwarzer Klammeraffe

Die nächste Station ist eines der Highlights des Parks – das Schmetterlingshaus. Wobei Haus die falsche Bezeichnung ist, vielmehr handelt es sich um eine Art Gewächshaus, welches nur über eine Schleuse betreten werden kann damit kein Schmetterling entwischt. Neben einer Unzahl bunter Schmetterlinge, die wirklich schwierig zu fotografieren sind, gibt es auch noch eine Menge exotischer Pflanzen.

Ein verschwommener Schmetterling

Dann geht es vorbei an einer Gruppe von Schildkröten hin zum Herzstück des Parks, dem Vogelgehäge. Hier kann man auf Tuchfühlung mit den Vögeln des Regenwaldes gehen. Neben einigen Tucans findet man hauptsächlich rote und blaue Aras, zwei der größten Papageienarten der Welt. Auch wenn die Aras ein Stück größer sind als die Tucans, sind die Vögel mit dem riesigen Schnabel die Chefs im Gehäge. Wenn ein Tucán an der Futterstelle jausnet müssen alle andern zuschauen.

Ein Tucan vor einer Futterstelle

Generell sind die Vögel nicht scheu, man merkt das sie Besucher gewohnt sind. Mit den Aras kann man sogar tratschen wenn man möchte. Im Zentrum des Geheges gibt es einen Turm, von welchem man nicht nur die Vögel sondern auch die Umgebung rund um den Park bewundern kann.

Der Aussichtsturm

Nach dem Vogelgehäge geht die Tour mit einem Spaziergang durch den Jungel, vorbei am einigen Skulpturen zu Ende. Wir erreichen wieder unseren Startpunkt und für viele der Teilnehmer heißt es jetzt ab zu den Schwimmbecken, immerhin hat es über 30 Grad. Für mich heißt es zurück in die Stadt und auf den nächsten Tag vorbereiten, wenn es weiter zur nächsten Station meiner Reise geht.

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