Rio de Janeiro – mehr als nur Karneval

Mein nächster Stopp bringt mich in eine Stadt, die vor allem für zwei Dinge berühmt ist – seine Strände sowie den Carnaval. Leider fallen die offiziellen Karnevalsveranstaltungen, wie die Parade der Sambaschulen, erneut der Pandemie zum Opfer. Trotzdem lassen sich die Cariocas, wie die Einwohner von Rio de Janeiro genannt werden, das feiern nicht verbieten. Meinen Aufenthalt hier hab ich zweigeteilt – zuerst bleibe ich für zwei Nächte im Zentrum der Stadt, bevor es an den Strand geht.

Ayrton Senna

Aufmerksame Leser meines Blogs wissen schon was jetzt kommt – natürlich hab ich meinen Aufenthalt in Rio auch wieder mit einer Walking Tour begonnen. Diese startet ganz in der Nähe meines Hostels in Cinelandia. Eigentlich heißt der dortige Platz Praça Floriana Peixoto, auf Grund der vielen ehemaligen Kinos rund um den Platz haz sich aber der Spitzname Cinelandia durchgesetzt. Diese Kinos würden Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut, als Rio versuchte seine koloniale Vergangenheit hinter sich zu lassen und große Teile der Stadt nach europäischem Vorbild umzubauen.

Neben ehemaligen Kinos findet man in Cinelandia aber noch andere sehenswerte Gebäude. So etwa das Theatro Municipal, das Opernhaus von Rio, die Nationalbibliothek und das nationale Kunstmuseum. Von dort führt die Tour durch geschäftige Straßen und durch die Geschichte der Stadt. Als portugiesische Kolonialstadt im Jahr 1565 gegründet, zur Zeit Napoleons sogar der Sitz des portugiesischen Königshauses, erste Hauptstadt des unabhängigen Brasiliens und heute mit knapp 7 Millionen Einwohnern fast so viele Menschen wie in ganz Österreich.

Theatro Municipal

Nach der Tour erkunde ich noch die Nachbarschaft Lapa, in welcher meine Unterkunft liegt. Hier gibt es neben einem Aquädukt, einer Kirche die eher einer Pyramide ähnelt auch die berühmte Escaderia Selarón. Diese, mit zig tausenden Fliesen verzierte Stiege, ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten hier – dementsprechend ist es auch schier unmöglich ein Foto ohne Menschen zu bekommen.

Escaderia Selarón

Dann ist Lapa auch noch als Partyviertel abseits des Strandes bekannt. Neben unzähligen Bars und Restaurants gibt es hier auch einige der angesagtesten Clubs in Rio. Und auch wenn der Karneval offiziell abgesagt ist, die Menschenmassen vor ihren Türen sprechen eine andere Sprache.

Auch Hamburg und Wien haben es auf die Escaderia Selarón geschafft

Damit endet mein Aufenthalt im Stadtzentrum auch schon, der Strand ruft. Mehr dazu beim nächsten Mal.

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