Nationalpark Torres del Paine oder Servas die Wadln

Die Region Patagonien kann mit unzähligen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Das unumstrittene Kronjuwel, zumindest auf chilenischer Seite, ist der Nationalpark Torres del Paine. Jährlich lockt der 1959 gegründete Park hunderttausende Besucher an.

Im Park gibt es zwei populäre, mehrtägige Wanderungen. Einerseits den O-Trek, der einmal rund um den Park führt, sowie den W-Trek, welcher den südlichen Teil des Parks abdeckt. Übernachten kann man auf der 7 bzw. 4 tägigen Wanderung im Zelt oder in einem Refugio, quasi einer Schutzhütte. Die Plätze sind stark begrenzt und für die Hochsaison von Dezember bis März schon Monate zuvor ausgebucht.

Blick auf die Torres vom Eingang des Parks

Eine beliebte Variante den Park zu besuchen ist deshalb ein Tagesausflug aus dem benachbarten Puerto Natales. Von hier aus fahren täglich mehrere Busse zum Park und retour, die Fahrt selbst dauert knapp zwei Stunden. Deshalb heißt es einmal mehr früh aufstehen, um gleich mit dem ersten Bus um 07:00 zum Park zu fahren. Wenn man den letzten Bus zurück nach Puerto Natales um 19:30 anpeilt bleiben so gut 10 Stunden Zeit um den Park zu erkunden.

Ideal für eine Wanderung zum Mirador las Torres, eine mit 8 Stunden Gehzeit veranschlagte Tour zu einem der atemberaubendsten Ausblicken im Nationalpark. Rund 9km und 900 Höhenmeter sind je Richtung zu überwinden, um den Fuß der namensgebenden Granitnadeln zu erreichen.

Wegweiser

Den ersten Kilometer geht es eher gemütlich los, doch schon bald fängt der Weg kontinuierlich an zu steigen. Über rund 350 Höhenmeter geht es zur ersten Bergwertung am Paso del Viento. Dieser macht seinem Namen alle Ehre, es weht ein angenehmer Wind. Da es heute sehr warm ist und der Weg bisher kaum Schatten zu bieten hatte eine willkommene Abkühlung. Von diesem Punkt hat man zudem einen spektakulären Ausblick auf den bereits zurückgelegten Weg und die kommende Herausforderung.

Zuerst geht’s aber erst Mal ein Stück hinab zum Refugio Chileno. Hier gibt es neben einem Campingplatz auch einen Minimarkt sowie eine Gastwirtschaft samt Sonnenterrasse. Ich mach eine kurze Pause, fülle meine Wasserflasche und mach mich auf zum wohl angenehmsten Teil der Wanderung. Von hier aus geht es in einen Wald, endlich ein wenig Schatten. Stetig geht es bergauf, hinweg über etliche Holzbrücken – Wassermangel gibt es hier im Park keinen.

Nach gut einer Stunde geht der Wald zu Ende und ich komme zum anstrengendsten Teil des Weges. Über große Steine geht es relativ steil nach oben. Hier braucht man neben Kondition auch eine Menge Trittsicherheit. Liegt der erste Teil des Aufstiegs noch im Schatten geht’s schon bald hinaus in die pralle Mittagssonne. Die letzten 500 Meter sind eine Qual, doch das sich danach zeigende Panorama ist es Wert.

Die massiven Türme ragen in den strahlend blauen Himmel. Dabei machen Sie ihrem Namen alle Ehre, heißen die Torres in der Sprache der Ureinwohner doch Türme des blauen Himmels.

Hier ist erstmal eine längere Pause angesagt, bevor es den gleichen Weg zurück geht. Um 19:00 bin ich wieder beim Bus, kauf mir im Welcome Center noch zwei Bier für die Heimfahrt und mache mich auf den Weg zurück nach Puerto Natales.

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