Endlich Sommer

Waren das Wetter und die Temperaturen in Bogotá noch eher frühlingshaft, bin ich hier in Chile im Hochsommer angekommen. 30 Grad und 14 Stunden Sonne am Tag, und das mitten im Jänner.

Da ich vorab noch nicht wusste, wann ich aus meiner Quarantäne entlassen werde, hab ich mir für den ersten Tag nicht viel vorgenommen. Nur eine frische SIM Karte sowie ein paar Flip-Flops, bei diesen Temperaturen ein muss, stehen auf der Todo-Liste. Nebenbei erkunde ich die Innenstadt von Santiago.

Plaza de Armas

Als ich am Abend vor einem Lokal sitze und um 21 Uhr langsam die Sonne untergeht ist das für Jänner doch irgendwie schräg. Schnell melde ich mich noch für eine Walking Tour für den nächsten Tag an um mehr über diese Stadt zu erfahren.

Die Tour startet am nächsten Tag vor der chilenischen Nationaloper und und führt gut zwei Stunden durch die Innenstadt von Santiago. Spannend finde ich hier vor allem die vielen unterschiedlichen Architekturstile auf engstem Raum. Prunkbauten im neoklassischen Stil, moderne Hochhäuser mit Glasfassade und dazwischen immer wieder heruntergekommene Plattenbauten, wie man sie ohne weiteres auch in Osteuropa finden kann. Kolonialbauten findet man kaum – das liegt auch daran das Santiago oft durch verheerende Erdbeben zerstört wurde.

Street Art findet man hier auch an fast jeder Ecke

Aber auch die Geschichte der Stadt kommt bei der Tour nicht zu kurz. So lernen wir, dass die Stadt ursprünglich als Militärstützpunkt gegründet wurde, um das Land gegen die Ureinwohner vom Stamm der Mapuche zu verteidigen. Dementsprechend ist auch der Aufbau der Innenstadt angelegt, er besteht aus gleich großen quadratischen Blöcken, was die Orientierung sehr einfach macht.

Doch auch die jüngere Geschichte von Santiago ist bewegt. Im September 1973 fand ein Militärputsch statt, welcher Chile in eine 17 Jahre andauernde Diktatur unter Augusto Pinochet führte. Das ist auch der Grund dafür, das sich der chilenische Nationalkongress nicht mehr in Santiago sondern in der nahen Hafenstadt Valparaíso befindet.

Die Tour endet ganz in der Nähe von meinem Hostel in der hippen Nachbarschaft von Bella Vista. Auch dank der dort beheimateten Universität ist das Viertel voll mit Bars und Lokalen. Ideal um den Tag bei sehr angenehmen Temperaturen ausklingen zu lassen 😉

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