Monaco – wo reich und schön zu Hause sind

Unser nächster Tagesausflug bringt uns in eines der kleinsten Länder der Welt – das Fürstentum Monaco. Wieder startet unser Tag am Bahnhof Nice-Ville, von wo mehrmals pro Stunde Züge nach Monaco, und auch darüber hinaus bis nach Italien, abfahren. Rund 30 Minuten dauert die Reise, die im unterirdischen Bahnhof von Monte Carlo endet.

Als wir dort ankommen, wird mir ein kleines Missgeschick bewusst. Als ich ein SMS mit den Roaming Informationen von meinem Mobilfunkanbieter bekomme, fällt mir ein das Monaco ja gar nicht Teil der EU ist. Somit gilt auch das Roamingabkommen, an das ich mich innerhalb der EU schon gewöhnt habe, nicht. Schnell schalte ich meine Datenverbindung ab, doch wie sich bei der nächsten Abrechnung zeigt, war ich zu langsam. Rund 20 Euro sind für weniger als ein Megabyte an Daten fällig.

Einreisekontrollen gibt es in Monaco übrigens keine. Der Zwergstaat ist zwar weder Teil der EU und hat auch das Schengen Abkommen nicht ratifiziert, durch bilaterale Abkommen mit Frankreich gilt aber trotzdem die Visa Politik des Schengen Raums.

Nachdem wir den Bahnhof verlassen haben, nehmen wir den Bus nach Monaco-Ville. Dort, auf einem Hügel, liegt der Fürstenpalast sowie die befestigte Altstadt von Monaco. Wir spazieren zu Fuß auf den rund 60 Meter hohen Hügel, wer möchte kann aber auch einen Bus nehmen.

Der Fürstenpalast von Monaco

Nachdem wir den, eher unspektakulären, Fürstenpalast von außen gesehen haben, machen wir in einem Cafe in der Altstadt halt um uns zu stärken. Durch verwinkelte Gassen schlendernd landen wir schließlich vor der Kathedrale von Monaco.

Die Kathedrale von Monaco

Nur unweit von der Kathedrale finden wir die Gärten von St. Martin, ein terrassenförmig angelegter, öffentlicher Park. Hier gibt es nicht nur einen wunderbaren Ausblick aufs Meer, sondern auch einige Statuen von berühmten Einwohnern. Dazu zählt, neben Fürst Albert I., auch Grace Kelly. Die amerikanische Schauspielerin war die Ehefrauf von Fürst Rainier III. von Monaco. Kennengelernt haben sich die beiden übrigens bei den Filmfestspielen in Cannes.

Bronzeskulptur einer sitzenden Frau in eleganter Pose, umgeben von grüner Landschaft und Bäumen.
Die Statue von Grace Kelly in den Gärten von St. Martin

Unser Spaziergang durch Monaco geht weiter, vorbei am Ozeanographischen Museum hinunter zum Hafen von Monaco. Dieser wird vor allem Formel1 Fans ein Begriff sein, rasen die Boliden hier doch mit halsbrecherischen Geschwindigkeiten vorbei.

Wir steigen in einen Bus ein, mit dem es in weitaus gemütlicherem Tempo weitergeht. Unser nächstes Ziel – Monte Carlo. Hier, rund um das weltbekannte Casino, trifft sich die High Society. Während vor dem Hotel de Paris Supersportwagen schlange stehen, finden sich auf der anderen Seite des Casinoplatzes allerlei Luxusgeschäfte.

Das Casino von Monte Carlo

Wir schauen uns den Trubel ein wenig von außen an, bevor wir vor dem aufziehenden Regen in das Metropole Shoppingcenter flüchten. Auch hier finden sich exklusive Boutiquen sowie ein paar Cafes, flankiert von riesigen Kronleuchtern.

Diese Haarnadelkurve dürfte Formel1 Fans bekannt vorkommen.

Wir rasten uns hier bei einem Kaffe ein wenig aus, bevor es zu Fuß zurück zum Bahnhof geht. Unseren nächsten Ausflug haben wir auch schon geplant, dabei geht es dann hoch hinaus. Mehr davon erzähle ich euch beim nächsten Mal.

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