Cannes – unter goldenen Palmen

Vielen Lesern wird die Stadt Cannes wohl hauptsächlich wegen der Internationalen Filmfestspiele, welche dort seit 1946 stattfinden, ein Begriff sein. Was vielleicht weniger Menschen wissen, ist, das vor Cannes zwei Inseln liegen, die sowohl bei Touristen also auch bei Einheimischen sehr beliebt sind. Eine davon, die Île Sainte-Marguerite wollen wir heute erkunden.

Die Palme, das Logo der Filmfestspiele, ist in Cannes allgegenwärtig

So gehts in der Früh ab zum Bahnhof von Nizza, wir reisen mit dem Zug nach Cannes. Die Fahrt dauert rund 40 Minuten und verläuft fast gänzlich Entlang der Küste. In der Filmstadt angekommen spazieren wir zum Hafen, von dort wollen wir die Fähre nach Sainte-Marguerite nehmen. Zuvor stärken wir uns aber noch mit einem Eiskaffee – auf der Insel gibt es nämlich nur wenige Einkehrmöglichkeiten.

Wir haben unsere Tickets für die Fähre bereits vorab online gebucht und können direkt einsteigen. Für kurzentschlossene gibt es aber auch direkt am Hafen die Möglichkeit, Fahrkarten zu kaufen. Mit dem recht modernen Katamaran geht die Überfahrt Ruck-Zuck und nach rund 15 Minuten sind wir schon auf Sainte-Marguerite.

Die Karte der Insel

Direkt am Pier der Insel gibt es neben einer übersichtlichen Karte auch einen kleinen Imbissstand. Wir wollen das angenehme Morgenwetter nutzen und besuchen als erstes eine der Hauptattraktionen der Insel – das Fort Royal. Dieses Fort diente über Jahrhunderte als französisches Staatsgefängnis. Der berühmteste, hier festgehaltene Gefangene, war der mysteriöse Mann mit der eisernen Maske.

Am Weg zum Fort schützen uns Bäume vor der Sonne

Heute ist das Fort, neben einer Touristenattraktion, auch eine Herberge. Außerhalb der Ferien kann man hier am Wochenende im Fort übernachten. Während des Sommers verbringen hier Jugendliche ihre Ferien.

Um das Fort Royal betreten zu dürfen, muss man Eintritt zahlen. Dann darf man sich frei am Gelände bewegen und auch ein kleines Museum besuchen. Dazu gibt es spektakuläre Ausblicke von den Festungsmauern. Möchte man die Gefängniszellen im innersten des Forts sehen, muss ein weiteres Ticket gelöst werden.

Der Ausblick von den Zinnen des Forts

Nach dem Fort spazieren wir zur anderen Seite der Insel. Unser Plan – einen gemütlichen Platz finden um ein bisschen zu baden. Dabei haben wir die Rechnung aber ohne die anderen Besucher der Insel gemacht, die sich schon die besten Plätze gesichert haben. Gleichzeitig macht es auch die Beschaffenheit der Insel schwierig, einen gemütlichen Liegeplatz zu finden. Einen Sandstrand sucht man nämlich auch hier vergebens. So finden wir schließlich einen Platz halb im Wald, halb auf den Felsen – gut das wir unsere Wasserschuhe mitgebracht haben.

Nachdem wir uns abgekühlt haben, geht es am frühen Nachmittag zurück zum Hafen. Zuerst machen wir aber noch einen kurzen Stopp am Imbiss, um uns auch innerlich abzukühlen.

Zurück in Cannes macht sich dann der Hunger bemerkbar. Wir finden am Eingang zum Hafen ein Restaurant und stärken uns mit Pizza und Pasta.

Am Weg zurück zum Bahnhof machen wir noch am „Walk of Fame“ von Cannes halt. Hier, direkt um das Festspielhaus, gibt es Handabrücke zahlreicher Filmstars zu entdecken.

Ganz schöne Pratzen hat der Silvester

Es wird schon Abend, als wir wieder im Zug Richtung Nizza sitzen. Während an uns die Côte d’Azur vorbei rauscht, überlegen wir uns schon wo es morgen hingeht. Wofür wir uns entschieden haben, das erzähle ich euch beim nächsten Mal.

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